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| Urlaub auf dem Bauernhof ? Kilchoman ! |
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Der Produktionsraum
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So, es ist Samstag und das Abenteuer geht in die nächste Runde, heute
stand Kilchoman im Mittelpunkt. Um da erstmal hin zu kommen reservierte
ich mir im Voraus ein Mietauto, was ich bis Montag behalten werde um die
Stellen der Insel anzusteuern, wo es mit Bus oder zu Fuß schwierig
wird. Das mit der Reservierung hat alles prima geklappt, wie alles
andere bislang auch (ich bin begeistert...) und so kam heute meine
Jungfernfahrt auf der anderen Straßenseite, ich hatte bislang noch keine
Gelegenheit, das auszuprobieren. Das Auto ist das gleiche wie zuhause
auch, ein Polo, nur das alles falschrum ist... Ich habe mich erstaunlich
schnell an den Linksverkehr gewöhnt, Islay ist ja auch ein gutes
Testpflaster, so viel Verkehr ist halt nicht. Nur bei den Single Track
roads mußte ich mir ab und zu daran erinnern, das ich rechts sitze, wenn
der Schotter schon auf der linken Seite spritzte...
Kilchoman liegt als einzige Brennerei der Insel nicht am Meer, oder am
See, sondern am Arsch der Welt. Wenn man Richtung Bruichladdich fährt,
muß man über eine Single Track Road, also eine einspurige Straße mit
kleinen Buchten zum Ausweichen von Gegenverkehr, etwa 4 Meilen ins
Landesinnere fahren. Dann folgt man einem kleinen Schotterweg und kommt
auf das Gelände einer Farm, auf der sich die Distillery befindet.
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In einer Art Garage wird selbst gemälzt
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Die kleinste Distillery Islays ist zugleich auch die jüngste, sie wurde
erst 2005 eröffnet und produziert im Jahr so viel, wie Caol Ila an drei,
vier Tagen. Der Whisky von Kilchoman schmeckt Islay-typisch sehr
rauchig, ich bin gespannt, wie reifere Abfüllungen schmecken werden, die
derzeitigen Whiskys können ja nicht älter als sechs, sieben Jahre alt
sein. Die Distillerytour war unspektakulär, das hatte ich auch nicht
anders erwartet, es ist halt alles ziemlich winzig, im Vergleich zu den
großen Fabriken der letzten Tage.
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Keltenkreuz neben der Kirchenruine vom Dorf Kilchoman
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Militärfriedhof Kilchoman
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Danach fuhr ich zur Kirchenruine auf
dem Friedhof von Kilchoman, hier gibt es auch ein Keltenkreuz und sehr
alte Gräber. Über einen Acker gelaufen erreicht man den Militärfriedhof
von Kilchoman, für die Opfer der Schiffskatastrophe des Schiffes HMS
Otranto, das 1918 in Sichtweite des Friedhofes sank. Die Katastrophe
kostete übrigens 431 Menschenleben. Ich fuhr danach mit dem Auto etwas
näher ans Meer, parkte und spazierte gut eine Stunde am menschenleeren
Machir Bay, einen wunderschönen Sandstrand, welcher von teils bizarren
Felsformationen begrenzt wird. Ständiger Begleiter war auch heute die
Fotokamera und die Kopfhörer, der Sound der aktuellen Platten von The
Raveonettes und Smashing Pumpkins untermalten die Landschaft
hervorragend. Danach fuhr ich nochmal in die Distillery, bzw. in das
Cafe von Kilchoman um einen Happen zu essen. Somit blieb dann noch Zeit
für einen Abstecher ins Islay Museum in Port Charlotte. Auch das war
sehr interessant, man kann auch dort einiges über die Schiffskatastrophe
der Otranto erfahren. Danach machte ich noch ein paar Bilder in
Bruichladdich, man muß das Kaiserwetter ja nutzen, und fuhr dann
nachhause.
So viel zu heute, morgen liegt keine Distillery an, morgen ist Sonntag,
ich werde wohl mal über die ganze Insel kreuz und quer fahren... und
berichten. Bis denn...
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Machir May...
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...ein herrlich einsamer Strand auf Islay...
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