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...das könnte ein schöner Tag werden...
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...so, es ist Freitag, der 21. September, Tag 5 auf Islay und damit etwa
die Hälfte und ich bin mir relativ sicher, heute das Highlight der
Reise erlebt zu haben, alles was jetzt noch kommt, muß sich an den
heutigen Tag messen lassen...und das wird schwierig. Laphroaig war das
Thema bzw. die Distillery des Tages, die Tour nennt sich Water to Whisky Experience..., im Prinzip so ähnlich, wie am Mittwoch die Tour bei
Ardbeg, nur etwas exorbitanter...



...Fangen wir mal mit den äußeren Umständen an... das Wetter,... war
das grausam gestern, gerade im Süden von Islay muß es ja besonders
geschüttet haben, das Feld, wo bei den Friends Of Laphroaig die Fähnchen
stecken (rein juristisch gehören mir da auch theoretisch ein paar
Quadratzentimeter)... war ein einziger See, der Wald rund um die Straßen
noch Ardbeg/Lagavulin/Laphroaig war ein Wasserbiotop. Von Augenzeugen
wurde mir berichtet, das Ardbeg so sehr geflutet wurde, das man kurz vor
Abbruch der Produktion war, da das Wasser durch das Stillhouse lief...
Nun gut, heute erwachte der Tag mit blauen Himmel und jetzt (kurz vor 7
Ortszeit), scheint dien Sonne noch immer...klappt doch...
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Die Wasserquelle von Laphroaig
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Mittag...
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Kompott...
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Bombenaussicht... Lagavulin, Kintyre, ganz hinten Arran
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So, nun zu Laphroaig. Die Ausgangslage : in meiner Top 3 aller
Distillerys jederzeit gesetzt, genau wie Springbank, das sind die
beiden, auf die ich nichts kommen lassen will..., die Nummer drei
wechselt immer ein wenig, Aberlour, Tomintoul, Ben Nevis besetzen den
Platz schon mal, aber auch Exoten wie Benrinnes gehört das
Interesse...egal...ich will nur damit sagen, das mein Verhältnis zu
Laphroaig ohnehin ein gutes ist. Der heutige Besuch könnte die Brennerei
unsterblich gemacht haben.



Auf Grund des Busfahrplanes war ich schon etwa 90 Minuten zu früh da,
das war auf Grund des guten Wetters kein Problem. Ich meldete mich im
Visitor Center an, bei Jenny, die wie sich später rausstellte unsere
Führerin war. Ich schaute mich ein wenig im Shop um, ging raus und
machte schöne Fotos von der Distillery unter blauen Himmel, von weitem
und über Stock und Stein... Der erste Whisky des Tages war nicht ganz
freiwillig, obwohl, quatsch, falsches Wort,
er war aus Versehen. Aus irgendwelchen Gründen sollte für irgendwem
eine Flasche Laphroaig Cairdas 30 Jahre geöffnet werden und der Korken
ging beim Öffnen kaputt. Soweit nichts besonderes, mir ist das auch
schon öfters passiert, jedoch nicht bei einer solchen Flasche, keine
Ahnung was die kostet..., die beiden Leute, die etwas mit der Flasche zu
tun hatten, drückten den Restkorken in die Flasche und da es jetzt eine
Flasche mit Macke war, wurden den Leuten, die gerade in der Nähe
rumstanden... (gottseidank steh ich manchmal auch richtig...), ein dram
davon gereicht ... Laphroaig 30 Jahre, dunkles Sherryfaß... Einfach mal
so, ...kostenlos...der Tag fing gut an und er ging gut weiter...unsere
Gruppe bestand aus mir, Paul und Murray (die beiden Kanadier von
gestern) und Peter, ein uriger Typ Mitte 60 aus Canberra, Australien.
Unsere Tourguidin (ok, das Wort
gibt es wohl nicht, aber ihr wisst, was ich meine...) Jenny, ein
zierliches Fräulein Anfang 20 mit Angst den Bus zu fahren (kein
Reisebus, nur VW Van), machte ihren Job von Anfang an sehr gut. Wir
fuhren zur Wasserquelle von Laphroaig, welche ungefähr gegenüber der
Distille vielleicht 1,5 km auf dem Berg liegt. Dort gab es erstmal Lunch
: verschiedene Sandwiches, Suppe, Käse (Laphroaig Flavour) etc....
jedenfalls alles sehr lecker..., natürlich auch Laphroaig, 10 years old,
CS Batch # 4. Als die zwei Wurstfinger breit eingegossenen Drams alle
waren, wurde nochmal nachgegossen... Das Wetter war traumhaft, man konnte
die ganze Gegend genießen, freier Blich auf den Mull of Kintyre und bis
rüber nach Irland. Jenny meinte irgendwann... don't be shy... Und
schenkte nochmal zwei wurstfingerbreit nach... Langsam wurde es lustig
und ich merkte, das ist ein guter Tag...
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...heute besser mit Gummistiefeln...
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Trecker fahrn...
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Torf stechen...
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Laphroaig trinken...
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Wir fuhren dann auf ein
Torffeld zwischen Port Ellen und dem Flugplatz. Nach abenteuerlichen
Hinweg, nur wenige hundert Meter, aber gefühlt 5 Meter tiefen Schlamm,
kamen wir an der Torfstechstelle von Laphroaig an und versuchten uns in
diesem Handwerk mehr schlecht als recht..., es gibt übrigens nette Fotos
davon...achso, begleitet wurde das ganze von mindestens ...3 Triple
Wood..., zurück in der Distillery, wurden erstmal die Gummistiefel
ausgezogen, (ja... Ich habe gelernt, ohne die wäre ich wohl auch
versunken...), dann wurden wir durch die Distillery geführt. Die Führung
war interessant, bot sie doch auch einen Blick auf Maltingfloors, ein
Blick in den Kiln, der grad nicht an war und in den Kiln,
der gerade das Malz toastete, die Körner genascht, sehr leckeres
Knusperzeugs... Selbstverständlich nichts für Leute, die mit Rauch
nichts zu tun haben wollen. Mashtun, Washbacks, Stillhouse... Alles
bekannt von anderen Brennereien, die Brennblasen, sieben (!) an der Zahl
beeindrucken schon, wie sie so an einer Reihe stehen... Danach hatten
wir noch einen kurzen Blick in die Fassabfüllung und es ging in das Warehouse
#1.
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Laphroaig - Stillhouse
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Es ist Teil der Tour aus drei Fässern zu kosten und dann eine 0,25 l Flasche vom Favouriten abzufüllen, für zuhause... Es gab ein 1997'er
Faß, ein 1999'er, und ein 2003'er, ich entschied mich am Ende für das
1997'er, Nicht ganz so torfig und der absolute Rest vom Fass, es musste
schon gekippt werden, damit da noch was rauskommt, in der Flasche ist
jetzt auch sehr viel Holz, mal sehen, ob ich das nochmal filtere, oder
es so naturbelassen mitnehme... Danach war Schluß, wir verabschiedeten
uns von Jenny, die einen sehr guten Job machte, ich verabschiedete mich
von Paul und Murray, die heute noch ihren Rückweg antreten, und Peter
und seine Frau Robyn waren so nett, mich nach Bowmore mit dem Auto zu
fahren. Das war der Tag 5, ......Lou Reed hat einen Song darüber :
Perfect Day...
...und morgen ... Kilchoman...
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...noch schnell was zum mitnehmen abfüllen...
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