Moin!
Dieser Blog ist mein erster Reisebericht einer Schottlandreise von 2012. Damals kannte ich sowas wie bloggen etc. noch garnicht, der Bericht erschien lediglich im Cuttysark Whiskyforum und bei Facebook. Der Vollständigkeit halber habe ich den Bericht jetzt (2020) in leicht geänderter Form hier veröffentlicht.
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| Empfang mit Regenbogen : Glasgow Airport |
Teil eins meiner Reiseberichte startet zuhause, im Offside, ca. 13.30
Uhr, da es mein Verein Hertha BSC letzte Saison nicht geschafft hatte,
in der ersten Fußballiga zu bleiben, sind dieses Jahr halt Termine wie
der heutige an der Tagesordnung : 13.30 Uhr : Hertha gegen Aalen...soll
wohl irgendwo im schwäbischen liegen..., nun ja,genug geärgert, den
Halbzeitstand von 0:0 mit auf die Reise genommen, und los ging es, ab
zum S-Bhf Bornholmer Straße, eine Stunde gefahren, mittlerweile den
Endstand von 2:0 wohlwollend zur Kenntnis genommen... und schon ist man
mitten auf dem alten Schönefelder Flugzeugplatz, daneben wird ja fleißig
rumgebaut, angeblich soll der neue Flughafen ja noch in den nächsten
Jahrzehnten vollendet werden. Flugzeuch hoch Fluchzeuch runter... Nix
besonderes passiert, gute Musik via iPhone im Ohr, (besonders
hervorzuheben Stars (die heißen wirklich so einfach) mit dem Album "The
North"), und schon ist man in Glasgow. Letztes Jahr wurde ich hier,
zusammen mit Jörg mit einem amtlichen Regenguss begrüßt, wie es sich für
eine Stadt geziemt, die sich inoffiziell "raintown"nennt. Heute konnte
ich vom Flugzeug gerade noch so einen Regenbogen fotografieren,
ansonsten ist hier das gleiche schöne Wetter, wie in Berlin, bzw. wie
immer, wenn ich Schottland bereise...(dreimalaufholzklopf...). So, Hotel
hatte ich wie immer in der Renfrew Street gebucht, da man von da aus
einerseits gut zum Busbahnhof kommt, anderseits in die Gegend guter Bars
abseits des Citymainstreams.... (was 'n Unwort...)... Vor vielen Wochen
recherchierte ich dann mal zwecks Whiskybars in dieser Gegend, in den
letzten Jahren war ich nie zufrieden mit den großen Namen wie z.B. das "Pot Still",
da bin ich als Betreiber einer eigenen Whiskybar dann doch vielleicht
kritischer als andere... Nun gut, die Wahl fiel auf eine Bar namens "Bon
Accord", etwa 10 Fußminuten von hier, direkt an Schottlands
meistbefahrener Autobahn, der M8 gelegen (die dort allerdings eine Etage
tiefer fährt...)
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| Im Bon Accord |
Ich kam in die Bar, bestellte mir ein local beer, fragte nach fester Nahrung und wurde erstmal enttäuscht... keine Küche mehr... Im Laden waren etwa 6 schottische Ureinwohner um die 60 und älter, so das ich einen Moment lang Plan B (Ben Nevis Pub 10 min weiter) in meinem Kopf durchexerzierte. Dann kamen zwei Herren ins Lokal, die ich schnell als Landsleute identifizieren konnte. Wir kamen relativ schnell ins Gespräch, wenn man Deutsche in Schottland trifft, sind es ähmmm, zumindest recht häufig Leute mit Whiskymigrationshintergrund..(sicher das Whiskyunwort des Jahres, vielleicht sollte ich es mir vorsichtshalber patentieren lassen...).. Björn und Ralf aus Essen waren beruflich hier und, natürlich im Whiskybuisseness..., wir hatten eine gute Unterhaltung. Zwischendurch war ich mal nebenan beim Inder was essen, was übrigens ganz vorzüglich war, dann kamen zwei Herren in den Laden, den meine Gesprächspartner kannten... Ich wurde schnell aufgeklärt : der eine ist Angus von einer Whiskyauktionsfirma deren Namen ich jetzt nicht im Kopf habe, der andere ist Karsten Ehrlich, der Macher der Whiskyferry Limburg und der Whiskylabels Whisky Agency und Liquid Library etc..., für alle, die hier nicht so viel über Whisky Bescheid wissen...Leute, die man nicht einfach so mal trifft...und schon gleich gar nicht in einer unbekannten Bar an der M8 in Glasgow... Wir hatten ein paar Bier und zwei-drei Whiskys, einige Fachgespräche, dann ging es aber ab ins Bett, schließlich klingelt um 7.30 der Wecker...
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| Impressionen vom Busfenster aus |
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| Inverarray |
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| Auf der Fähre nach Islay |
...so geschehen heute morgen, mittlerweile ist es Montag und ich befinde
mich in Kennacraig auf der Fähre nach Islay, welche just in diesem
Moment ablegt. Immer wieder ein Erlebnis : die Fahrt von Glasgow bis
hierher. Solche beeindruckenden Landschaften bekommt man in Europa
höchstens noch in Norwegen geboten. Luftlinie ist es ja gar nicht so
weit, aber die zerklüftete Westküste mit ihren hunderten Seen und
Bergen, die einfach mal so von null auf achthundert in die Höhe wachsen,
machen die Fahrt zur Zickzacktour. Beeindruckend ist auch, mit welcher
Geschwindigkeit die schottischen Busfahrer diese Strecken langbrettern,
aber die machen das ja öfters, ich wäre warscheinlich mit Tempo 30 da
langgekrochen... Sehr schön anzusehen sind auf der Strecke, welche am
westlichen Stadtrand Glasgows auch die Auchentoshan Distillery streift,
der ewig lange Loch Lomond, der ja Gegenstand einer der bekanntesten
Songs der schottischen Nationalschlagerhelden Runrig ist. (ok, das mit
dem Schlager nehm ich zurück, ist aber nicht sooo weit entfernt...), der
kleine Hafen von Inverarray, wo der Bus 15 Minuten Pause macht, genau
wie die kleinen Straßen des kleinen Ortes, ein kurzer Abstecher in den
dortigen Whiskyshop, aber die Zeit ist zu kurz zum stöbern, den Bus
verpassen wäre ja schon grober Unfug... Das Wetter ist so, wie man es an
der Westküste gewöhnt ist, Sonnenschein und Regen im wechselnden 10
Minuten Rythmus...
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| In Bowmore angekommen |
...mittlerweile in Bowmore angekommen. Das Quartier bei Rena Omand in
der Jamieson street bezogen, ich habe 4 Betten, quasi ein Doppelbett und
zwei einzelne zur Verfügung.. Platz ist also.. So, dann ein kurzer
Überblick über die Hauptstadt der Insel Islay... 20 min... Dann mal kurz
zur Bowmore Distillery ins Visitor Center, nur um mal zu schauen, was
es da ao schönes gibt..., Bowmore selbst steht ja erst nächsten Dienstag
auf der Tagesliste...
...dann Hunger, Restaurant... Lochside Hotel... Naja, ich geb den noch
ne zweite Chance, aber heute war nicht so der Tag Lochside vs.
Mclarsen...
Viel besser dann später im Bowmore Hotel, die Bar, die auch die
Einheimischen nutzen, ich hatte viel Spaß, gute Whiskys, und jetzt aber
den Kanal voll für heute. Morgen steht Lagavulin an, ich bin hier
schließlich nicht zum Vergnügen, wir hören bzw. Lesen morgen weiter,
wenn ihr wünscht.... Good.night..






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