![]() |
| Empfangskommitee bei Ardbeg |
Ardbeg ist die erste Distillery, die ich zum zweiten mal gesehen habe, das nicht weil sie meine Lieblingsbrennerei ist, aber es hat sich vor zwei Jahren so ergeben, das ich dort schonmal war. In der Planungsphase dieser Reise beschloß ich, wenn möglich immer die Touren zu buchen, die das meiste zu bieten haben, wo man auch etwas mehr sehen kann, als der gemeine Durchgangstouri. Die besondere Tour bei Ardbeg nennt sich "walk to the water source"' dauert 4 Stunden, kostet 35 pounds und führt zu einer der beiden Quellen, aus denen das Wasser für den Ardbeg Whisky stammt.
![]() |
| Slainte ! |
![]() |
| Unser Tourguide Dougie |
Einen Fehler machte ich gleich zum Anfang. Es wurden Gummistiefel angeboten, aber da ich momentan ziemlich viel Rücken habe und Schuhe oder Socken anziehen ziemlich anstrengend finde, dachte ich mir, geht schon so und ließ meine Docs an. Bereits nach einigen hundert Metern bemerkte ich meinen Irrtum, es regnete ab und zu und die Wege wurden immer schlammiger, es war schon ein Geschicklichkeitsspiel, den Weg immer 2 Meter im Voraus abzuscannen und dann nach links, rechts oder in die Mitte zu springen, um es vorweg zu nehmen, am Ende sah ich aus wie eine Sau, aber egal. Unterwegs gab es den einen oder anderen Ardbeg Dram, beginnend mit dem "Very Young", dann ein letzter Rest vom "Kildalton", das ist eine 24jährige Abfüllung von 1980, gefolgt vom ungetorften "Blasda", einem Sample eines Fasses von 1995, welches wohl anlässlich der Feierlichkeiten zum 200 Jubiläum 2015 abgefüllt werden soll, dann folgte das neueste Produkt des unbegrenzten Ardbeg Hypes, der "Galileo".Später, zum Schluß der Veranstaltung wurde noch ein "Uigeadail" gereicht.
![]() |
| Loch Iarnan |
![]() |
| Torfstechen |
Nach einer Weile kamen wir am Loch Iarnan an, das ist die eine quelle,
die andere heißt Airigh Nam Beist, vor ein paar Jahren Namensgeber einer
mittlerweile sehr begehrten Ardbeg Abfüllung. Dort angekommen, wurde ein
Lunch gereicht, bestehend aus Lachsbaguette, Nektarine, Kuchen, Walker
Crisps und Limonade. Danach ging es auf dem gleichen Weg zurück,
unterwegs berichtete unser Guide Dougie, ein cooler Typ Mitte 50, wie es
früher so war, er ist nämlich ein waschechter Ardbeger, lebte bis vor
einem Jahr in England und kehrte dann zurück. Ich fand seine Geschichten
sehr interessant, es würde jetzt aber den Rahmen sprengen, die hier
noch aufzuschreiben. Nicht unterschlagen möchte ich auch, das er uns
unterwegs an einem Torffeld gezeit hat, wie das Torfstechen geht, man
konnte sich auch selbst daran versuchen. Zurück in der Distillery gab es
mit den ehemaligen Malzböden etwas zu sehen, was sonst nicht in den
Führungen gezeigt wird. Die Räumlichkeiten werden heute für Anlässe wie
z.B. Hochzeiten genutzt. Der Rest der Distillerytour bot das übliche,
Malzmühle, Mashtun, Washbacks, Stillroom. Zum Abschluß ging es dann auf
den Bootssteg wo der letzte Whisky genommen wurde. Fazit : das war
verdammt viel für 35 Pfund, ich kann nur jedem empfehlen, wer mal
Mittwochs auf Islay ist und etwas über den Tellerrand schauen mag, der
sollte diese Tour machen.....und Gummistiefel ausleihen. Ein großes
Kompliment nochmal an Dougie, unserem Tourguide. Danach machte ich noch
ein paar Fotos, dann wurde noch etwas eingekauft, (z.B. Galileo). Zurück
wurde ich von 4 sehr netten Leuten aus Mönchengladbach mit dem Auto
mitgenommen, die haben ihr Quartier ein paar Häuser weiter.
...so, jetzt ein Stündchen Ruhe und dann mal ein, naja vielleicht auch 2,3... Bier zum Fußball...







Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen